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Für viele psychische Probleme existieren Selbsttests oder Selbstbeurteilungsfragebögen.
Diese können sehr hilfreich sein, um eine erste Vermutung zu bestätigen, dass in einem
Bereich des Alltags das eigene Wahrnehmen, Erleben und Verarbeiten im Vergleich zu der
Allgemeinbevölkerung abweichend oder verändert ist, ersetzen aber selbstverständlich nicht
die diagnostische Einschätzung eines qualifizierten und erfahrenen Experten.
Einen solchen Selbstbeurteilungsfragenbogen gibt es auch für das Asperger-Syndrom.
Die renommierte Forschungsgruppe um Simon Baron-Cohen, Universität Cambridge, hat
das Instrument des „AQ“, des „Autismus-Spektrum-Quotienten“ entwickelt und an Menschen
mit dem Asperger-Syndrom, mit High-Functioning-Autismus sowie im Vergleich dazu an verschiedenen
Gruppen aus der Allgemeinbevölkerung untersucht. Der Test hat sich als aussagekräftig und relativ
trennscharf erwiesen. Es sei aber betont, dass auch bei diesem vergleichsweise gut abgesicherten
Test zwar 80 % der Personen, die einen Punktwert von 32 und mehr erzielen (der Durchschnitt der
unauffälligen „Kontrollgruppen“ liegt um 16), tatsächlich dem autistischen Spektrum zuzuordnen
sind – im Umkehrschluß heißt dies aber eben auch, dass ein Fünftel der Getesteten unzutreffend eingeordnet
werden. Ebenso gibt es Personen, die unter diesem Punktwert liegen und dennoch die diagnostischen Kriterien einer
Autismus-Spektrum-Störung erfüllen.
Der Test ist also, das sei noch einmal betont, als alleinige Begründung einer Diagnosefindung nicht geeignet.
Dennoch kann er, mit Umsicht eingesetzt, wichtige Hinweise geben, weswegen wir ihn hier erwähnen.
Aus urheberrechtlichen Gründen können wir diesen Test zur Zeit nicht direkt auf unserer Homepage anbieten.
Allerdings ist er im Internet frei zugänglich: Das englischsprachige Original finden Sie unter:
http://www.wired.com/wired/archive/9.12/aqtest.html
Die deutsche Version des Tests wird vom WDR in einer recht benutzerfreundlichen Variante im Internet angeboten. Die Adresse ist: http://www.wdr.de/tv/quarks/sendungsbeitraege/2007/0522/002_autismus.jsp
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