CHRISTOPH-DORNIER-KLINIK FÜR PSYCHOTHERAPIE
 


DIAGNOSE DER MAGERSUCHT



Die Diagnose kann

sicher und

zuverlässig gestellt

werden...



 

Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die führenden psychiatrischen Vereinigungen der USA und der europäischen Länder haben sehr genaue Klassifikationssysteme entwickelt, um die Erkennung psychischer Krankheiten präzise und zuverlässig zu machen:
Das sog. "ICD-10" (10. Revision der International Classification of Diseases der WHO), und das sog. "DSM-IV" (4. Auflage des Diagnostischen und Statistischen Manuals psychischer Störungen der psychiatrischen Vereinigungen). Für die Anorexia nervosa (Magersucht) wurden diese Anleitungen in den letzten Jahren zunehmend verfeinert und verbessert, so dass heute die Krankheit anhand klinischer Merkmale gut erkannt und die Diagnose sicher und zuverlässig gestellt werden kann.

Damit die Diagnose einer Anorexia nervosa festgestellt werden kann, sollten bei einer Person die folgenden Merkmale vorhanden sein:
 

 
 

1. Untergewicht: Das Körpergewicht liegt 15% unter dem für diese Person zu erwartenden Körpergewicht (der Body-Mass-Index ist kleiner als 18). Die Person bemüht sich, ihr Körpergewicht unter diesem Minimum zu halten.

2. Aktive Gewichtsreduktion: Als Maßnahme wird vor allem die Vermeidung hochkalorischer Speisen (Fasten, Diät usw.) eingesetzt. Daneben auch: absichtliches Erbrechen, Einsatz von Abführmitteln oder Appetitzüglern oder Entwässerungsmitteln, übertriebene körperliche Aktivitäten (z.B. Sport).

3. Angst vor dem Dicksein: Trotz des Untergewichts besteht eine starke und tiefverwurzelte Angst davor, dick zu werden. Diese Angst wird durch bestimmte, vor allem kalorienreiche süße und fette Lebensmittel, und auch durch die Wahrnehmung des eigenen Körpers besonders stark ausgelöst.

4. Körperschemastörungen: Die Wahrnehmung von Körpergewicht, -form und –grösse ist gestört, d.h. die Person empfindet sich als viel zu dick, auch wenn sie weiß, dass sie stark untergewichtig ist. Das Untergewicht wird so geleugnet. Die gesamte Selbstwerteinschätzung hängt zudem ganz von Körpergewicht und Figur ab.

5. Hormonelle Störungen: Bei Frauen und Mädchen ist die Menstruation seit mindestens 3 Monaten ausgeblieben (oder hat noch nie eingesetzt). Bei Männern und Jungen kommt es zum Verlust sexueller Funktionen.
 

 

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